Pokljuka Plateau

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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen auf dem Pokljuka Plateau

Das Pokljuka Plateau erstreckt sich auf etwa 1.000 bis 1.400 Metern Höhe. Es liegt oberhalb vom Bleder See und Bohinj See und geht daher bei den meisten Besuchern unter. Dabei ist die Hochebene zwischen Bled und Bohinj extrem sehenswert. Das riesige Karstplateau mit der jahrhundertealten Almwirtschaft und die hochalpine Lage bieten erstaunliche Naturdenkmäler und Ausflugsziele. Das größte zusammenhängende Waldgebiet im Triglav-Nationalpark fasziniert das Karstplateau durch dichte Nadelwälder, geschützte Moore, idyllische Almen und markante Gipfel.

Ursprünglich von Buchenwäldern geprägt, führten der intensive Holzeinschlag und die Holzkohleherstellung im 19. Jahrhundert für die nahen Eisenhütten dazu, dass die Fichte das Landschaftsbild übernahm. Egal ob du bizarre Felslandschaften suchst, durch geschützte Moore spazieren möchtest oder epische Panoramablicke auf das Triglav-Massiv genießen willst: Auf Pokljuka gibt es abseits der klassischen Pfade enorm viel zu entdecken. Hier erfährst du im Detail, welche Attraktionen das Plateau bereithält, was dich vor Ort erwartet und wie du am besten dorthin gelangst.

Planina Zajamniki (1.280 m): Die Almgasse mit Triglav-Blick

Die Planina Zajamniki am südlichen Rand des Plateaus gilt als die eindrucksvollste Alm des Nationalparks. Die traditionellen, mit Holzschindeln gedeckten Hütten berühren sich fast und bilden eine rund 500 Meter lange, leicht abfallende Gasse. Am unteren Ende öffnet sich ein freies Panorama auf das Massiv des Triglav. Während der Sommermonate wird auf den Weiden Viehwirtschaft betrieben. Bei den Sennern lässt sich frischer Bohinjer Käse oder Sauermilch probieren.
–> Planina Zajamniki

Zugang: Ab dem Parkplatz Rudno Polje erreichst du die Alm über flache, schattige Waldwege in etwa 1,5 Stunden reiner Gehzeit (ca. 7 km Hin- und Rückweg).

Die Pokljuka-Schlucht (Pokljuška soteska): Bizarre Felswelten und natürliche Brücken

Am nordöstlichen Rand des Plateaus verbirgt sich ein spektakuläres Naturdenkmal: die Pokljuka-Schlucht. Sie unterscheidet sich grundlegend von bekannten Schluchten wie der Vintgar-Schlucht, da sie trocken gefallen ist. Ein eiszeitlicher Gletscherfluss hat sich hier tief in das Kalkgestein gefressen und eine über zwei Kilometer lange, bis zu 50 Meter tiefe Felsspalte hinterlassen.

Wenn du die Schlucht durchwanderst, gibt es gewaltige Felsüberhänge, eine natürliche Felsbrücke und sogar eine Höhle mit drei Fenstern (Pokljuška luknja) zu entdecken. Ein absolutes Highlight sind die sogenannten „Galerien des Prinzen Anton“ – schmale, historische Holzstege, die direkt an den senkrechten Felswänden entlangführen und es ermöglichen, die engsten Passagen der Schlucht zu durchqueren. Der Ort wirkt wild, verwunschen und verhältnismäßig ruhig, da kein tostender Fluss den Schall überlagert.
–> meine Eindrücke von der Pokljuka Schlucht

Anreise & Zugang: Der Zugang liegt im unteren Teil des Plateaus nahe der Ortschaft Krnica (bei Zgornje Gorje). Du erreichst den Startpunkt über die Straße von Bled Richtung Pokljuka, indem du kurz hinter Zgornje Gorje der Beschilderung nach Krnica folgst. Dort befindet sich ein ausgeschilderter Parkplatz. Vom Parkplatz aus führt der Rundweg direkt in die Schlucht hinein.

Das Hochmoor Goreljek (Torfmoor Pokljuka): Auf Holzbohlen durch eine sensible Urlandschaft

Mitten auf der Hochebene liegt mit dem Hochmoor Goreljek eine ökologische Besonderheit. Es gehört zu den südlichsten erhaltenen Hochmooren Europas. Da das Karstplateau hier undurchlässige Lehmschichten aufweist, konnte sich nach der Eiszeit eine faszinierende, feuchte Moorlandschaft bilden, die von torfbildenden Moosen und widerstandsfähigen Pflanzengemeinschaften geprägt ist.

Für Besucher wurde ein etwa ein Kilometer langer Rundweg als Moor-Lernpfad (Barjanska učna pot Goreljek) angelegt. Der Weg führt dich weitestgehend über gut gepflegte Holzbohlen direkt durch das sensible Ökosystem, ohne die Natur zu schädigen. Entlang des Pfades informieren anschauliche Tafeln über die Entstehung des Moors und seine seltenen Bewohner, wie den fleischfressenden Sonnentau oder das Auerhuhn. Der Spaziergang ist vollkommen eben, schattig und vermittelt eine fast mystische Stille.

Anreise & Zugang: Das Moor liegt zentral bei der kleinen Siedlung Goreljek. Wenn du von Bled über Zgornje Gorje auf das Plateau fährst, erreichst du Goreljek kurz vor der Weiterfahrt Richtung Rudno Polje. Direkt an der Hauptstraße sowie nahe dem Sporthotel Jelka gibt es Parkmöglichkeiten. Der Einstieg zum Holzbohlenpfad ist von der Straße aus gut sichtbar ausgeschildert.

Sportzentrum Rudno Polje: Das alpine Aktiv-Zentrum des Plateaus

Auf 1.347 Metern Höhe liegt Rudno Polje, der bekannteste und am modernsten ausgebaute Knotenpunkt auf Pokljuka. Überregional bekannt ist der Ort als Austragungsort von Biathlon-Weltcups und Weltmeisterschaften, weshalb hier ein hochmodernes Langlauf- und Biathlonstadion steht.

Für Besucher und Urlauber ist Rudno Polje der zentrale Ausgangspunkt für nahezu alle Aktivitäten im südlichen Teil des Plateaus. Neben der imposanten Sportanlage mit ihren Langlaufstrecken und Schießständen gibt es vor Ort das Center Pokljuka mit Hotel, Restaurant, Sportverleih und einer Tourist-Information. Im Sommer nutzen Wanderer den Ort als Startpunkt für Touren zu den schönsten Almen oder für den Aufstieg zum Triglav. Im Winter verwandelt sich das Areal in ein Paradies für Langläufer und Schneeschuhwanderer.
–> Rudno Polje

Anreise & Zugang: Rudno Polje bildet den Endpunkt der Haupt-Passstraße, die von Bled über Goreljek hinaufführt. Es gibt einen sehr großen, gebührenpflichtigen Großparkplatz direkt am Biathlon-Zentrum. Alternativ fahren in den Sommermonaten die Shuttle-Busse aus Bled und Bohinj diesen zentralen Halt an.

Aussichtsgipfel Debela peč (1.959 m): Das Panorama-Fenster über dem Krma-Tal

Obwohl das Pokljuka-Plateau größtenteils bewaldet ist, ragen an seinen Rändern markante Gipfel auf. Der mit Abstand lohnendste Aussichtspunkt am nordöstlichen Rand ist die Debela peč.

Was diesen Ort so besonders macht, ist sein dramatischer Kontrast: Während der Anstieg von der Pokljuka-Seite sanft über grüne Wald- und Almhänge verläuft, bricht der Gipfel nach Norden hin in einer fast 1.000 Meter tiefen, senkrechten Felswand ab. Wenn du am Gipfelkreuz stehst, blickst du direkt hinab in das wilde Krma-Tal und hast eine ungestörte Freilicht-Aussicht auf das gesamte Massiv des Triglav sowie die östlichen Julischen Alpen. Es gibt hier oben keine Seilbahnen oder Bauten – nur pure Natur und gigantische Weitsicht.
–> Debela peč

Anreise & Zugang: Der gängigste Zustieg startet am Waldparkplatz Pri Rupah (oder Medvedova konta), den du über eine Schotter-Forststraße von der Pokljuka-Hauptstraße aus erreichst. Vom Parkplatz wanderst du zunächst in etwa einer Stunde zur Blejska koča auf der Lipanca-Alm. Von dort aus führt ein gut markierter Bergsteig in weiteren 1,5 Stunden mäßig steil hinauf zum Gipfel der Debela peč (insgesamt ca. 2,5 Stunden Gehzeit).

Kapelle St. Antonius in Goreljek (Cerkvica sv. Antona Pustinjaka): Sakrales Kleinod im Fichtenwald

Versteckt zwischen den hohen Fichten der Siedlung Goreljek befindet sich die dem heiligen Antonius dem Einsiedler geweihte Holzkapelle. Sie gilt unter Kennern als ein besonders idyllisches Fotomotiv.

Die kleine Kirche fügt sich mit ihren dunklen Schindeln und dem traditionellen alpinen Baustil nahtlos in die Waldlandschaft ein. Sie wurde ursprünglich erbaut, um den Sennern, Waldarbeitern und ersten Sommerfrischlern auf dem weitläufigen Plateau einen Ort der Andacht zu bieten, ohne den beschwerlichen Weg ins Tal antreten zu müssen. Ein Stopp an der Kapelle bietet einen kurzen Moment der Besinnung und zeigt, wie tief die Almkultur und der Glaube in dieser Region miteinander verwoben sind.

Anreise & Zugang: Die Kapelle liegt nur wenige Gehminuten vom Sporthotel Jelka in Goreljek entfernt. Du kannst das Fahrzeug auf den Parkplätzen in Goreljek abstellen und die Kapelle bequem über einen kurzen Waldweg im Rahmen eines Spaziergangs um das Hochmoor erreichen.

Aussichtspunkt & Kapelle auf der Uskovnica-Alm (Marija Pomočnica): Das Fenster zum Bohinj-See

Ganz im Süden des Pokljuka-Plateaus, wo die dichten Wälder in die weiten Wiesenflächen der Uskovnica-Alm übergehen, steht die kleine Holzkapelle Marija Pomočnica. Dieser Ort gilt unter Einheimischen als einer der schönsten Aussichtspunkte des gesamten Plateaus. Während viele Almen tief im Wald oder in Mulden liegen, befindet sich die Kapelle auf einem freien Wiesenrücken.

Wenn du an der Kapelle stehst, öffnet sich vor dir ein überwältigendes Panorama: Du blickst über den gesamten Bohinj-Kessel, die bewaldeten Hänge der Pokljuka und die dahinter aufragenden Zinken der unteren Bohinjer Berge. Die Kombination aus den alten Holzzäunen, der schlichten Kapelle und den grasenden Kühen macht diesen Platz zu einem unvergleichlichen Ort zum Durchatmen.

Anreise & Zugang: Du erreichst die Kapelle am einfachsten von der bewirtschafteten Berghütte Koča na Uskovnici. Ab dem Parkplatz Rudno Polje wanderst du in etwa 45 Minuten auf einem flachen Forstweg zur Hütte. Von der Hütte aus sind es nur noch etwa 5 bis 10 Gehminuten über die Wiesenfläche hinauf zur Kapelle.

Übersicht der Attraktionen auf dem Pokljuka-Plateau

Attraktion / SehenswürdigkeitArt des ZielsAnstrengungHighlightNächster Parkplatz
Pokljuka-SchluchtSchlucht & FelsformationenMittel (Trittsicherheit)Trockenes Flusstal, Holzstege, HöhleParkplatz Krnica
Hochmoor GoreljekNaturschutzgebiet & LehrpfadSehr leicht (ebener Holzsteg)Seltene Moorflora, SonnentauParkplatz Goreljek / Jelka
Sportzentrum Rudno PoljeSportstätte & Wander-HubSehr leichtBiathlon-Stadion, GastronomieGroßparkplatz Rudno Polje
Aussichtsgipfel Debela pečBerg-Gipfel (1.959 m)Mittel bis anspruchsvollTiefblick ins Krma-Tal & Triglav-BlickParkplatz Pri Rupah
Kapelle St. AntoniusKultur- & BauwerkSehr leichtIdyllische Holzkirche im WaldParkplatz Goreljek
Kapelle & Plateau UskovnicaAussichtspunkt & AlmLeichtFreier Panoramablick über BohinjRudno Polje (oder Srednja Vas)

Geheimtipps des Autors:

Als jemand, der das Pokljuka-Plateau zu allen Jahreszeiten kreuz und quer durchstreift hat, kenne ich die feinen Nuancen dieser Region. Wenn du die wahre Magie der Hochebene abseits der touristischen Hauptrouten erleben möchtest, solltest du diese Insider-Orte einplanen:

  • Der Aussichtshügel Galetovec (1.265 m): Während fast alle Wanderer zum Viševnik oder zur Debela peč aufbrechen, bleibt dieser einsame Aussichtspunkt am südöstlichen Rand des Plateaus völlig unter dem Radar. Der Steig führt durch schattigen Wald zu einem felsigen Vorsprung, der einen atemberaubenden, direkten Tiefblick auf den Bleder See und das Savinja-Tal bietet – perfekt für den Sonnenaufgang.
  • Pilzesuchen & Ruhe auf der Planina Praprotnica: Wenn dir der Trubel an den Wochenenden in Rudno Polje zu viel wird, steuere die im Westen versteckte Planina Praprotnica an. Die kleine Wiesenalm ist fast vollständig von dichtem Urwald umgeben. Im Spätsommer duftet es hier intensiv nach Pilzen und Moos, und man trifft selbst in der Hochsaison kaum eine Menschenseele.
  • Abendlicht auf der Planina Zajamniki: Die meisten Tagestouristen besuchen die berühmte Almgasse mitten am Tag bei steilem Sonnenlicht. Mein Tipp: Wandere am späten Nachmittag von Rudno Polje los und erlebe, wie die untergehende Sonne die dunklen Holzhütten und die gegenüberliegenden Felswände des Triglav in ein warmes, goldrotes Licht taucht (Stirnlampe für den Rückweg nicht vergessen!).
  • Einkehr-Geheimtipp auf der Lipanca-Alm: Probiere bei einem Besuch der Blejska koča unbedingt den frisch gemachten Topfen-Štruklji mit warmen Heidelbeeren. Die Waldbeeren werden im Hochsommer direkt in den Fichtenwäldern rund um die Alm von Hand gepflückt.
  • Almen und Hütten auf dem Pokljuka Plateau: Es gibt hier oben noch einige sehenswerte Almdörfer und Hütten. Hier mein Artikel über die schönsten Hütten und Almen auf Pokljuka.

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