Predilpass

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Predilpass mit Wohnmobil, Fahrrad, Maut & Öffnungszeiten

Der Predilpass (1.156 m) ist eine beliebte Verbindung zwischen Italien und Slowenien. Er verbindet das italienische Tarvisio im Kanaltal mit dem slowenischen Städtchen Bovec im Nationalpark Triglav. Im Vergleich zum Vršič-Pass ist der Predilpass weniger kurvig. Entlang der Passstraße kommst du an einem echt smaragdgrünen Bergsee vorbei, einer gewaltigen Festungsruine aus der Napoleon-Zeit und hast Zugang zur höchsten Panoramastraße Sloweniens.

Auch mit dem Wohnmobil ist der Predilpass gut machbar, da die Fahrbahn durchgehend asphaltsiert ist und keine extrem steilen Passagen aufweist. Einzig bei längeren Fahrzeugen ist in den Kehren und engen Tunneln erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Für Fahrradfahrer ist die Route von Tarvisio über den Raibler See ein echter Klassiker mit moderaten Steigungen (meist unter 8 %).

Der Predilpass ist komplett mautfrei. (Solltest du deine Reise in Slowenien auf Autobahnen fortsetzen, ist allerdings die slowenische E-Vignette erforderlich). Bezüglich der Öffnungszeiten gilt: Der Pass ist in ganzjährig befahrbar. Kurze wetterbedingte Sperrungen sind bei starken Schneefällen dennoch möglich.

Predilpass auf einen Blick

  • Passhöhe: 1.156 Meter
  • Verbindung: Tarvisio (Italien) ↔ Bovec (Slowenien)
  • Länge der Passstrecke: ca. 25 Kilometer
  • Maximale Steigung: ca. 12 %
  • Straßenzustand: Durchgehend asphaltiert, gut ausgebaut, zweispurig
  • Maut / Gebühren: Kostenfrei (Keine Passmaut)
  • Mautpflicht-Hinweis: Auf der italienischen Anfahrt (A23) und den österreichischen Autobahnen (A10/A2) herrscht Mautpflicht. Wer ab Tarvisio die Landstraße nimmt, fährt gebührenfrei.
  • Grenzübertritt: Direkt auf der Passhöhe. Dank Schengen-Raum finden keine festen Kontrollen statt, der Ausweis gehört trotzdem ins Gepäck.
  • keine Wintersperre: In der Regel ganzjährig geöffnet. Bei extremen Wintereinbrüchen kann die Straße kurzzeitig gesperrt werden.

Streckenverlauf: Von Tarvis bis hinab nach Bovec

Die Nordseite (Italien)

Die Anfahrt beginnt kurz hinter Tarvisio. Die Straße schlingelt sich sanft durch das Valle del Seebach nach oben. Nach wenigen Kilometern öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf den Lago del Predil frei. Der eiskalte Gebirgssee liegt eingerahmt von Felswänden der Kanin-Gruppe auf etwa 960 Metern Höhe. Wer Zeit hat, legt hier den ersten Zwischenstopp ein: Das Ufer eignet sich ideal für einen kurzen Spaziergang oder eine Kaffeepause am Kiosk, bevor die Straße auf den letzten Metern zur Passhöhe ansteigt.

Die Passhöhe (Grenzverlauf)

Auf 1.156 Metern überquerst du die grüne Grenze nach Slowenien. Wer auf der Passhöhe anhält, blickt direkt auf verfallene Festungsmauern und das markante Löwendenkmal. Hier spürt man sofort, dass dieser Übergang jahrhundertelang eine hart umkämpfte militärische Pforte war.

Die Südseite (Slowenien)

Die Fahrt auf slowenischer Seite führt dich durch das Tal der Koritnica. Die Straße verläuft in einigen Kurven, aber flüssig. Sie bietet fantastische Ausblicke auf die Steilwände des Mangart (2.679 m) und des Rombon (2.208 m). Das sind sehr schöne Berge im Nationalpark Triglav. Auf dem Weg Richtung Bovec kommst du an der Abzweigung zur Mangart-Panoramastraße vorbei, durchfährst das idyllische Bergdorf Log pod Mangartom und überquerst bei der historischen Festung Kluže eine schmale Felsklamm, bevor man das sonnige Becken von Bovec erreicht.

Predilpass vs. Vršič-Pass: Welcher Pass ist der richtige?

Viele Nord-Süd-Reisende stehen vor der Wahl: Welchen Pass soll man nehmen, um ins Soča-Tal zu gelangen? Grundsätzlich ist zu sagen: Wenn du aus dem Bereich rund um Kranjska Gora kommst, ist der Predelpass nicht geeignet für die Fahrt ins Socatal. Willst du an die Socaquelle, die Kleinen Socatröge oder Großen Socatröge ist der Vršič-Pass besser, weil du direkt an diesen Sehenswürdigkeiten vorbeifährst. Wenn du über den Preidlpass kommst, musst du wieder zurück in die Berge fahren, um diese Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Das sind die Unterschiede der beiden Bergpässe im Nationalpark Triglav:

KriteriumPredilpassVršič-Pass
Passhöhe1.156 m1.611 m
StreckencharakterFlüssig zu fahren, moderate Steigung50 enge Serpentinen, teils Kopfsteinpflaster
Wohnmobil & GespannSehr gut geeignetSehr anstrengend, für große Wohnmobile ungeeignet
Fahrspaß (Motorrad/PKW)Cruisen mit schönen AussichtenSpitzkehren-Kurvenrausch
Wartezeiten & VerkehrGering bis mäßigIn der Hochsaison oft verstopft / Parkplatznot
LandschaftFestungsruinen, Schluchten, SeenSchroffes Hochgebirge, Kletterfelsen
MautKostenfreiKostenfrei
WinterMeist offenMonate lang gesperrt

Praktische Tipps für die Fahrt

  • Anreise aus Deutschland / Österreich: Wer über die A10 Tauernautobahn oder die A2 (Villach) anreist, verlässt die Autobahn bei Tarvisio. Von dort sind es nur noch gut 30 Minuten über den Predilpass bis Bovec. Das spart im Vergleich zur Route über Kranjska Gora und den Vršič-Pass Zeit und schont das Material.
  • Tanken: Kraftstoff ist auf slowenischer Seite meist etwas günstiger als in Italien oder Österreich. Wer von Nord nach Süd fährt, tankt am besten direkt bei der Ankunft in Bovec.
  • Camping-Hinweis: Entlang der gesamten Passstrecke (besonders auf slowenischem Gebiet im Nationalpark Triglav) gilt ein striktes Wildcamping-Verbot. Frei stehen wird mit empfindlichen Bußgeldern geahndet. Offizielle Campingplätze finden sich erst wieder im Tal rund um Log pod Mangartom und Bovec.

Tipps für den Nationalpark Triglav

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